Kontaktmöglichkeiten

autismus - Regionalverband
im Paritätischen Zentrum

Dahlweg 112
48153 Münster
02 51 / 27 63 96
E-Mail: kontakt@autismus-muenster.de

BVBS C Freiburg

Am Samstag, 29. Februar 2020, ist unser Regionalverband Gast beim Fußball-Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg. In Deutschlands größtem Stadion sind wir gespannt auf die Winter-Neuzugänge des BVB und die in dieser Saison überraschend erfolgreich spielenden Kicker aus dem Breisgau mit ihrem Kulttrainer Christian Streich und freuen uns auf ein attraktives Spiel. Dem Revierclub gilt unser besonderer Dank für die Einladung.

 

Foto 24. Januar 2020

Den „autismus Regionalverband Münster und Münsterland e. V.“ erreichten in den vergangenen Monaten zahlreiche Fragen zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Da das inhaltliche Spektrum des mehr als 100 Seiten umfassende BTHG außerordentlich umfangreich ist, entstand der Wunsch, kompetente Unterstützung aus erster Hand zu erhalten. Deshalb wurde der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, zu einem intensiven Gedankenaustausch eingeladen. Erfreulicherweise nahm der Minister die Einladung an und stand am Freitag, 24. Januar 2020, den Anwesenden knapp zwei Stunden Rede und Antwort. Überdies hatte er als fachlich versierte Referenten aus seinem Ministerium Frau Cornelia Sennewald und Herrn Sebastian Krüger für sozialrechtliche und gesundheitspolitische Detailfragen mit nach Münster gebracht.

Nach der Begrüßung durch die Regionalverbandsvorsitzende Bärbel Wiethaus-Thrän ergriff der Minister das Wort und führte das Kernanliegen des BTHG aus. Demnach sollen Menschen mit Behinderung in ihrem Leben künftig mehr selbst bestimmen können. Sie sollen besser am Arbeitsleben teilhaben können und dafür im Idealfall passgenaue Unterstützung erhalten. Insbesondere für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen sei das eine anspruchsvolle Aufgabe, der man aber mit Rat und Tat gerecht werden wolle.

Das Interesse der Anwesenden war sehr groß, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Erfahrungen auszutauschen. Rund 50 Teilnehmer aus Wohn-Einrichtungen, Therapiezentren, Beratungsstellen, Autismus-Ambulanzen und Behinderten-Werkstätten waren gekommen. Zudem Vertreter des Fachbereiches Sozialwesen der Fachhochschule Münster, Mitglieder des Regionalverbandes, aber auch selbst Betroffene und Eltern autistischer Menschen hatten Fragen verschiedenster Teilgebiete:

Ist es nötig bei Autismus jährliche / halbjährliche Genehmigungsanträge an Kostenträger zu stellen, wo es sich doch um eine dauerhafte Behinderung handelt? Wie lassen sich individuelle Betreuungen, Schul- und Werkstatt-Begleitungen sicherstellen? Gibt es Wege, dass Autisten ihr Taschengeld, über das sie seit Anfang 2020 selbstständig verfügten, zwar eigenverantwortlich, aber eben nicht schon am „Fünften“ des Monats verausgabt haben? Kann ein betroffener Jurastudent Assistenz für Seminare und Klausuren erhalten, die auch gewisse grundsätzliche Fachkenntnisse mitbringen müssen? Wie kann man erreichen, dass Behinderten-Werkstätten in Zukunft noch besser auf die besonderen Verhaltensauffälligkeiten von Autisten eingehen?

Für alle Fragen zeigten der Minister und seine Referenten ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Überlegungen zur weiteren Umsetzung des BTHG, die im Ministerium in Arbeit seien, wurden skizziert; denkbare Lösungsansätze angerissen bzw. in Aussicht gestellt; Kontakte zwischen Vertretern von Einrichtungen durch Austausch von Mail-Adressen hergestellt. Dass nicht in allen Belangen auf Anhieb Ideallösungen präsentiert werden konnten, liegt auf der Hand. Regionalverband und Ministerium versprachen einander aber, in Kontakt zu bleiben.

Karl Josef Laumann

Am Freitag, 24. Januar 2020, 13.00 - 14.00 Uhr, besucht uns der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann. Dabei geht es im Wesentlichen um die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, insbesondere Gesundheitsfürsorge und Betreuung autistischer Menschen.

Die Veranstaltung findet statt im Konferenzraum (Erdgeschoss) des Paritätischen Münster, Dahlweg 112, 48153 Münster. Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

Klaus Mentzen

Auch in diesem Jahr konnte der Regionalverband autismus Münster und Münsterland e. V. auf seiner Weihnachtsfeier 2019 wieder junge Musiker der von Yehudi Menuhin in Großbritannien gegründeten Organisation Live Music Now (LMN) begrüßen. Das Duo Giussani mit Pauline Stephan am Violincelleo und Julian Richter an der Gitarre brachte teils bekannte und teils weniger bekannte Stücke von Enrique Granados, Heitor Villa-Lobos, Peter Tchaikovsky und anderen zum Vortrag. Im Namen der anwesenden Verbandsmitglieder bedankt sich auf dem Foto Klaus Mentzen bei Frau Julia Fedinger als Konzertbegleiterin des LMN. Die Verbandsvorsitzende Bärbel Wiethaus-Thrän richtete den Dank auch an die beiden Musiker und wünschte allen Anwesenden ein gesegnetes, friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2020.

Am letzten Samstag im Oktober fand im Habichtshof in Ostbevern die Jahresvollversammlung 2019 des autismus Regionalverbandes Münster und Münsterland e. V. statt. Die Vorsitzende, Frau Wiethaus-Thrän, berichtete über die Aktivitäten im zu Ende gehenden Jahr und gab einen Ausblick auf die Vorhaben in 2020. Dabei ging es unter anderem darum, eine Nachfolge als Ziel der Herbstfreizeit zu finden, die kürzlich letztmalig im DRK-Nordsee-Kurzentrum Horumersiel-Schillig stattfand. Hintergrund ist der Umstand, dass infolge des steigenden Meeresspiegels das Gebäude der Deicherhöhung weichen muss. Als mögliche Ziele wurden die Inseln Borkum und Norderney ins Auge gefasst. Neben der obligatorischen Kassenprüfung stand die Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm. Unter der Regie von Rechtsanwalt Karl-Heinz Dowe wurden Bärbel Wiethaus-Thrän (als Vorsitzende) und Frau Margret Homborg (als Kassenwart) ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie die weiteren Vorstandsmitglieder Gisela Böckmann, Marita Hejnal-Penter, und Volker Thrän.

Collage Schillig 111

Auch in diesem Jahr fand die traditionelle dreitägige Ferienfreizeit im Nordseebad Horumersiel-Schillig statt. Am letzten September-Wochenende fanden sich 18 Mitglieder im DRK-Nordsee-Kurzentrum ein, um über aktuelle familiäre Entwicklungen und Erfahrungen zu diskutieren. Am zweiten Tag stand die Überfahrt zur ostfriesischen Insel Langeoog auf dem Programm. Nach ausgedehnten Spaziergängen und Wattwanderungen bei besten Wetterbedingungen war es Zeit für ein Fischbrötchen oder einen anderen kleinen Imbiss. Am Vormittag des dritten Tages konnte uns auch ein kräftiger Regenschauer nicht davon abhalten, die Friesland-Therme in Horumersiel zu besuchen, um auch sportlichen Aktivitäten Raum zu geben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es in der Gewissheit zurück nach Hause, dass der diesjährige Ausflug etwas Historisches hatte. Denn das Kurzentrum wird zum Jahreswechsel 2019 / 2020 geschlossen. Die durch den massiven Klimawandel unverzichtbare Erhöhung des Deiches steht im kommenden Jahr an. Und für die Maschinen, Kräne und Fahrzeuge, die bei derartigen Baumaßnahmen eingesetzt werden, wird der Platz benötigt, wo noch wenige Wochen das Kurzentrum steht, das seit 1987 einmal im Jahr am Fuße des Deiches unser Feriendomizil war.

Am ersten Juni-Wochenende ist eine Gruppe unseres Regionalverbandes nach Bremen gefahren, um bei herrlichstem Sommerwetter einige Sehenswürdigkeiten der Hansestadt in Augenschein zu nehmen. Zu Beginn stand ein Besuch im Bremer Geschichtenhaus auf dem Programm. Hier haben wir uns auf eine Reise durch drei Jahrhunderte begeben, bei der uns die ganze Tradition Bremens erfahrbar gemacht wurde. Stadtgeschichte von der Mitte des 17. bis in das frühe 20. Jahrhundert wurde von Darstellern in historischen Kostümen lebhaft und kurzweilig erzählt. Heini Holtenbeen, Gesche Gottfried, Fisch-Lucie und noch so manch andere Akteure konnten sehr anschaulich die Geschichte von Kaffee, Kakao und weiteren Bremer Spezialitäten vor Augen führen.

Nicht fehlen durfte natürlich ein Bummel durch den Schnoor in Bremens ältestem Viertel mit seinen „schnieken“ und dicht aneinander gereihten Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Eine Hafenrundfahrt über die Weser mitten durch das Herz der Stadt veranschaulichte die Wirtschaftsgeschichte, die Bremen als Handelsweg überhaupt erst zu der stolzen Hansestadt gemacht hat.

Das Münsteraner Institut für Therapie und Entwicklung lädt ein zu einer Autorenlesung:  Lorenz Wagner - „Der Junge, der zu viel fühlte“, ein Buch über einen weltbekannten Hirnforscher und seinen autistischen Sohn.

Freitag, 28. Juni 2019, 19:30 Uhr

Bürgerhaus Bennohaus, Bennostraße 5 in Münster

Eintritt: 5 € an der Abendkasse

Im Rahmen der vom 18. bis 26. Mai 2019 anberaumten bundesweiten Aktionswoche zur Förderung der Selbsthilfe fand in der Katholischen Hochschule NRW mit dem Regionalverband autismus Münster und Münsterland e.V. ein Gespräch mit Betroffenen zur Rolle erwachsener Geschwister behinderter Menschen statt. Anwesend waren bei diesem Gespräch sowohl erwachsene Geschwister, teilweise mit Eltern, als auch Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen. Die Gesprächsrunde wurde geleitet von Herrn Prof. Dr. Friedrich Dieckmann vom Institut für Teilhabeforschung und Frau Bärbel Wiethaus-Thrän als Regionalverbandsvorsitzende.

Das Gespräch verlief in einer sehr offenen und vertrauensvollen Atmosphäre, nachdem Frau Monika Laumann (Doktorandin am Institut für Teilhabeforschung) in einer Präsentation die verschiedenen Rollen, die Geschwister für Ihre behinderten Geschwister einnehmen, aufgezeigt hatte. Dabei fiel auf, dass die mitunter schwierige Beziehung unter den Geschwistern auch davon abhängig ist, ob eine Schwester oder ein Bruder älter oder jünger ist als der behinderte Mensch. Ebenfalls spielen auch die Eltern und ihre Einstellung zu den behinderten und den nicht behinderten Kindern eine Rolle: Wird eines der „Kinder" benachteiligt oder bevorzugt? Wie empfinden die Familienmitglieder ihre jeweilige Situation? Wie geht man mit der besonderen Verantwortung für behinderte Geschwister um? Wie wirkt sich das Ganze auf die erwachsenen Kinder aus? All diese Aspekte wurden in einer offenen, guten Atmosphäre erörtert und durch verschiedene Mitglieder der Gesprächsrunde aufgegriffen und durch eigene Erfahrungen ergänzt, die ganz unterschiedlicher Natur waren, aber auch oftmals bestimmte Parallelen erkennen ließen.

Alle Anwesenden waren übereinstimmend der Überzeugung, dass der Erfahrungsaustausch zwischen den Betroffenen eine rundum gelungene Veranstaltung war und es zu gegebener Zeit eine Fortsetzung geben sollte.

Saerbeck 23 3 2019

Die Ledder Werkstätten gemeinnützige GmbH betreiben in Lengerich, Ibbenbüren und Saerbeck das Café Samocca, ein ganz im Sinne der beruflichen Rehabilitation und Integration entstandenes Projekt, das Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen einbindet in den Betriebsablauf eines Cafés. Vom Einkauf über den Kundenkontakt bis zum Zubereiten der Spezialitätenkaffees und Speisen. In Lengerich nahmen Mitglieder unseres Regionalverbandes am Samstag, 23. März 2019, ein erweitertes Frühstück ein, um anschließend nach Saerbeck zu fahren.

Dort wurde im Jahr 2007 das frühere Rathaus von der Gemeinde in der Dorfmitte mit großem Aufwand saniert und zum „Mehrgenerationenhaus“ umgebaut. Das vom Bundesfamilienministerium initiierte Modellprojekt wird vom Kolpingwerk Saerbeck als Träger betrieben und hat sich als soziale Mitte Saerbecks zum Treffpunkt der Bürger von Jung bis Alt entwickelt. Davon konnte sich unser Regionalverband bei einem Besuch überzeugen. Nach der Begrüßung führte Anita Beuning die Besuchergruppe durch das Haus. Sie erläuterte dabei den Interessierten Beispiele der vielfältigen Aktivitäten: „Rappelkiste“ (Loslösegruppe für unter 3-jährige), Nähwerkstatt für Kids ab 8 Jahren oder Berufsfindungsbörse, Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung, Senioren-Computerclub oder Rund um mein Fahrrad: Sicherheit, Technik, Fitness - um nur einige zu nennen. Durchschnittlich rund 55 Stunden tägliche Aktivitäten in den Räumen des Hauses dokumentieren anschaulich die Akzeptanz und das breite Angebot des Mehrgenerationenhauses Saerbeck, das ohne den tatkräftigen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte nicht denkbar wäre.