Kontaktmöglichkeiten

autismus - Regionalverband
im Paritätischen Zentrum

Dahlweg 112
48153 Münster
02 51 / 27 63 96
E-Mail: kontakt@autismus-muenster.de

P1070659Auch in diesem Jahr fand die traditionelle dreitägige Ferienfreizeit im Nordseebad Horumersiel-Schillig statt. Am letzten September-Wochenende fanden sich 18 Mitglieder im DRK-Nordsee-Kurzentrum ein, um über aktuelle familiäre Entwicklungen und Erfahrungen zu diskutieren. Am zweiten Tag stand die Überfahrt zur ostfriesischen Insel Langeoog auf dem Programm. Nach ausgedehnten Spaziergängen und Wattwanderungen bei besten Wetterbedingungen war es Zeit für ein Fischbrötchen oder einen anderen kleinen Imbiss. Am Vormittag des dritten Tages konnte uns auch ein kräftiger Regenschauer nicht davon abhalten, die Friesland-Therme in Horumersiel zu besuchen, um auch sportlichen Aktivitäten Raum zu geben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es in der Gewissheit zurück nach Hause, dass der diesjährige Ausflug etwas Historisches hatte. Denn das Kurzentrum wird zum Jahreswechsel 2019 / 2020 geschlossen. Die durch den massiven Klimawandel unverzichtbare Erhöhung des Deiches steht im kommenden Jahr an. Und für die Maschinen, Kräne und Fahrzeuge, die bei derartigen Baumaßnahmen eingesetzt werden, wird der Platz benötigt, wo noch wenige Wochen das Kurzentrum steht, das seit 1987 einmal im Jahr am Fuße des Deiches unser Feriendomizil war.

Am ersten Juni-Wochenende ist eine Gruppe unseres Regionalverbandes nach Bremen gefahren, um bei herrlichstem Sommerwetter einige Sehenswürdigkeiten der Hansestadt in Augenschein zu nehmen. Zu Beginn stand ein Besuch im Bremer Geschichtenhaus auf dem Programm. Hier haben wir uns auf eine Reise durch drei Jahrhunderte begeben, bei der uns die ganze Tradition Bremens erfahrbar gemacht wurde. Stadtgeschichte von der Mitte des 17. bis in das frühe 20. Jahrhundert wurde von Darstellern in historischen Kostümen lebhaft und kurzweilig erzählt. Heini Holtenbeen, Gesche Gottfried, Fisch-Lucie und noch so manch andere Akteure konnten sehr anschaulich die Geschichte von Kaffee, Kakao und weiteren Bremer Spezialitäten vor Augen führen.

Nicht fehlen durfte natürlich ein Bummel durch den Schnoor in Bremens ältestem Viertel mit seinen „schnieken“ und dicht aneinander gereihten Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Eine Hafenrundfahrt über die Weser mitten durch das Herz der Stadt veranschaulichte die Wirtschaftsgeschichte, die Bremen als Handelsweg überhaupt erst zu der stolzen Hansestadt gemacht hat.

Das Münsteraner Institut für Therapie und Entwicklung lädt ein zu einer Autorenlesung:  Lorenz Wagner - „Der Junge, der zu viel fühlte“, ein Buch über einen weltbekannten Hirnforscher und seinen autistischen Sohn.

Freitag, 28. Juni 2019, 19:30 Uhr

Bürgerhaus Bennohaus, Bennostraße 5 in Münster

Eintritt: 5 € an der Abendkasse

Im Rahmen der vom 18. bis 26. Mai 2019 anberaumten bundesweiten Aktionswoche zur Förderung der Selbsthilfe fand in der Katholischen Hochschule NRW mit dem Regionalverband autismus Münster und Münsterland e.V. ein Gespräch mit Betroffenen zur Rolle erwachsener Geschwister behinderter Menschen statt. Anwesend waren bei diesem Gespräch sowohl erwachsene Geschwister, teilweise mit Eltern, als auch Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen. Die Gesprächsrunde wurde geleitet von Herrn Prof. Dr. Friedrich Dieckmann vom Institut für Teilhabeforschung und Frau Bärbel Wiethaus-Thrän als Regionalverbandsvorsitzende.

Das Gespräch verlief in einer sehr offenen und vertrauensvollen Atmosphäre, nachdem Frau Monika Laumann (Doktorandin am Institut für Teilhabeforschung) in einer Präsentation die verschiedenen Rollen, die Geschwister für Ihre behinderten Geschwister einnehmen, aufgezeigt hatte. Dabei fiel auf, dass die mitunter schwierige Beziehung unter den Geschwistern auch davon abhängig ist, ob eine Schwester oder ein Bruder älter oder jünger ist als der behinderte Mensch. Ebenfalls spielen auch die Eltern und ihre Einstellung zu den behinderten und den nicht behinderten Kindern eine Rolle: Wird eines der „Kinder" benachteiligt oder bevorzugt? Wie empfinden die Familienmitglieder ihre jeweilige Situation? Wie geht man mit der besonderen Verantwortung für behinderte Geschwister um? Wie wirkt sich das Ganze auf die erwachsenen Kinder aus? All diese Aspekte wurden in einer offenen, guten Atmosphäre erörtert und durch verschiedene Mitglieder der Gesprächsrunde aufgegriffen und durch eigene Erfahrungen ergänzt, die ganz unterschiedlicher Natur waren, aber auch oftmals bestimmte Parallelen erkennen ließen.

Alle Anwesenden waren übereinstimmend der Überzeugung, dass der Erfahrungsaustausch zwischen den Betroffenen eine rundum gelungene Veranstaltung war und es zu gegebener Zeit eine Fortsetzung geben sollte.

Saerbeck 23 3 2019

Die Ledder Werkstätten gemeinnützige GmbH betreiben in Lengerich, Ibbenbüren und Saerbeck das Café Samocca, ein ganz im Sinne der beruflichen Rehabilitation und Integration entstandenes Projekt, das Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen einbindet in den Betriebsablauf eines Cafés. Vom Einkauf über den Kundenkontakt bis zum Zubereiten der Spezialitätenkaffees und Speisen. In Lengerich nahmen Mitglieder unseres Regionalverbandes am Samstag, 23. März 2019, ein erweitertes Frühstück ein, um anschließend nach Saerbeck zu fahren.

Dort wurde im Jahr 2007 das frühere Rathaus von der Gemeinde in der Dorfmitte mit großem Aufwand saniert und zum „Mehrgenerationenhaus“ umgebaut. Das vom Bundesfamilienministerium initiierte Modellprojekt wird vom Kolpingwerk Saerbeck als Träger betrieben und hat sich als soziale Mitte Saerbecks zum Treffpunkt der Bürger von Jung bis Alt entwickelt. Davon konnte sich unser Regionalverband bei einem Besuch überzeugen. Nach der Begrüßung führte Anita Beuning die Besuchergruppe durch das Haus. Sie erläuterte dabei den Interessierten Beispiele der vielfältigen Aktivitäten: „Rappelkiste“ (Loslösegruppe für unter 3-jährige), Nähwerkstatt für Kids ab 8 Jahren oder Berufsfindungsbörse, Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung, Senioren-Computerclub oder Rund um mein Fahrrad: Sicherheit, Technik, Fitness - um nur einige zu nennen. Durchschnittlich rund 55 Stunden tägliche Aktivitäten in den Räumen des Hauses dokumentieren anschaulich die Akzeptanz und das breite Angebot des Mehrgenerationenhauses Saerbeck, das ohne den tatkräftigen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte nicht denkbar wäre.

Weihnachten 2018 a

Zum Jahresabschluss 2018 fand in den Räumlichkeiten des Paritätischen am Dahlweg die diesjährige Weihnachtsfeier statt, zu der der Regionalverband autismus Münster und Münsterland e. V. wieder seine Mitglieder eingeladen hatte. Zu Beginn trugen Anja Kreising und ihr Kollege Jens Wessel einige weihnachtliche Stücke mit Akkordeon und Gitarre vor und vermittelten eine wunderbare Stimmung. Sie versetzten die Gäste mit ihrer Musik und ihrem Gesang gedanklich auf einen Marché de Noël. Danach konnte der Regionalverband wieder junge Musiker der von Yehudi Menuhin in Großbritannien gegründeten Organisation Live Music Now (LMN) begrüßen (Foto). Isabell Viola Taege (Sopran) und Daniel Rogozhnikov (Gitarre) trugen zum guten Gelingen der Feier bei. Neben Werken von Franz Schubert und Georg Friedrich Händel standen Werke von Gustav Holst und Adolphe Adam auf dem Programm. Im Namen der anwesenden Verbandsmitglieder bedankte sich die Vorsitzende Bärbel Wiethaus-Thrän bei allen Musikern und Frau Julia Fedinger als Konzertbegleiterin des LMN. Abschließend erinnerte Lukas Böckmann in einem Rückblick mit einer Video-Präsentation an zwei besonders attraktive Veranstaltungen des zu Ende gehenden Jahres: Besuch des Deutschen Bundestages und der Holzschuhmacherei Berning im Zukunftsdorf Legden.

Eine Delegation unseres Regionalverbandes war für drei Tage zu Besuch in Berlin. Neben einer Schiffstour auf der Spree mit Sehenswürdigkeiten wie Märkisches Museum, Nikolaikirche, Tränenpalast, Pergamonmuseum, Berliner Dom und dem Regierungsviertel gab es eine kurzweilige Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt. Nach einer Gedenkminute am Breitscheidplatz führte sie vorbei an verschiedensten Sehenswürdigkeiten. Als Höhepunkt stand der Besuch im Deutschen Bundestag auf dem Programm. Nach einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) über aktuelle Fragen der Gesundheits- und Behindertenpolitik nahm die Gruppe für ca. eine Stunde auf der Besuchertribüne des Parlaments Platz. Es stand am 12. September 2018 nichts Geringeres auf dem Programm als die Generaldebatte über den Bundeshaushalt 2019. Die lebhafte Aussprache zur Regierungspolitik der Bundesregierung ist traditionell der Höhepunkt der Haushaltsberatungen im Bundestag. Unverzichtbar schloss sich der Besuch in der Glaskuppel des Reichstags an, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Bundeshauptstadt hat. Der spätsommerliche Tag ließ den Besuch zu einem unvergesslichen Ereignis werden.

Das Motto dieses Tages lautet „Gemeinsam Barrieren aufbrechen für Autismus“. Wir vom autismus-Regionalverband möchten dieses Motto ergänzen: Gemeinsam Barrieren aufbrechen für Autisten!

In diesem Zusammenhang weisen wir auf einen Beitrag der ZDF Mo:Ma-Nachrichten hin: Nahaufnahme: Alexander 15 Jahre alt. Das kurze Video ist bis auf weiteres zu sehen (Mediathek) und gibt einen Einblick über die Betreuungsaufgaben für einen autistischen Menschen. Es lohnt sich gut hinzuschauen!

 

 

Der Regionalverband autismus Münster und Münsterland e. V. konnte auch in diesem Jahr auf seiner Weihnachtsfeier wieder junge Musiker der 1977 von Yehudi Menuhin in Großbritannien gegründeten Organisation Live Music Now begrüßen. Carlos Ferrer und Lydia Schlegel (beide Violoncello) spielten in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Werke von Antonio Vivaldi, Camille Saint-Saens, Joseph Bodin Boismortier, Luiz Bonfá, Carlos Gardel und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Im Namen der Verbandsmitglieder bedankte sich die Vorsitzende Bärbel Wiethaus-Thrän bei den Violoncellisten und der Konzertbegleiterin Franziska Freifrau von Boeselager und wünschte allen Anwesenden ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2018.

Hamm 2Am ersten Mai-Wochenende stand  der Besuch des Maximilianparks Hamm auf dem Programm. Unsere 20 Personen starke Gruppe konnte sich bei herrlichem Frühlingswetter einen wunderbaren Einblick von der Schönheit des im Osten von Hamm gelegenen Freizeitparks verschaffen. Der auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche Maximilian und 1984 anlässlich der Landesgartenschau entstandene Park gliedert sich in verschiedene Bereiche. Diese sind durch ein fein verzweigtes Wegenetz erschlossen. Der „Gläserne Elefant“, die Lego-Ausstellung und das tropische Schmetterlingshaus mit rund 80 verschiedenen Falter, die frei im Raum umher fliegen, dazu Entwicklungsstadien mit Kokons und schlüpfenden Jungtieren runden die Attraktion des Maximilianparks ab.